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Internationale Tagung „Ecology & Life Writing“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Internationale Tagung „Ecology & Life Writing“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

Konferenz zu Ökologie und Lebensbeschreibungen vom 24.-27. Juni 2010 mit Teilnehmern aus Europa, Asien und Nordamerika

 

(Mainz, 9. Juni 2010, voi) Die in den letzten Jahren aus der Autobiographie-Forschung hervorgegangene Beschäftigung mit vielfältigen Formen der Lebensbeschreibungen ("Life Writing"), die Autobiographie, Biographie, Tagebuch, Blogs im Internet und Selbstinszenierung als Performanz umfasst, ist Gegenstand einer seit zehn Jahren bestehenden Kooperation zwischen der Universität Peking und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Im Rahmen dieser Forschungszusammenarbeit findet vom 24. bis 27. Juni 2010 an der JGU eine internationale englischsprachige Tagung zur Interrelation von Ökologie und Autobiographie statt, um Aussagen über die aus ökologischem Bewusstsein gespeisten Formen der Lebensbeschreibungen als transkulturelles und transnationales Phänomen zu treffen. Interessiertes Publikum ist zu allen Vorträgen und zu den Workshops herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich. Das Programm finden Sie unter: http://www.eco-life.american-studies.uni-mainz.de/115.php.

 

Die Tagung wird am Donnerstag, 24. Juni 2010, um 15:00 Uhr im Hörsaal P13 im Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, auf dem Campus der Universität Mainz eröffnet. Die Programmveranstaltungen finden im Fakultätssaal des Philosophicums statt.

 

Anknüpfend an die von Univ.-Prof. Dr. Alfred Hornung (JGU) und Prof. Zhao Baisheng (Universität Peking) gemeinsam im letzten Jahr organisierte internationale Konferenz "Ecological Literature and Environmental Education: Asian Forum for Cross-cultural Dialogues" an der Universität Peking soll die diesjährige Veranstaltung die Bedeutung asiatischer Naturverehrung für die Selbstdarstellung in chinesischen und nordamerikanischen Lebensbeschreibungen untersuchen. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf biographischen und autobiographischen Werken, die die Übernahme und Bearbeitung traditioneller asiatischer Naturanschauungen durch die aus Asien eingewanderten Ureinwohner und deren Rezeption in Nordamerika widerspiegeln, um diese dann mit ökologischen Problemen, die in zeitgenössischer chinesischer und amerikanischer Literatur thematisiert werden, zu verknüpfen. Ökologische Studien chinesischer Wissenschaftler wie Xu Ming (Chinesische Akademie der Wissenschaften), Gao Zhanyi (China Institut für Wasserressourcen und Wasserkraftforschung), Wang Canfa (China Universität für Politik- und Rechtswissenschaften), Xu Gang (Schriftsteller, Peking) sollen mit neuen Ansätzen des "ecocriticism" von Gayatri Spivak (Columbia University New York), Ursula Heise (Stanford University) und Paul Gilroy (London School of Economics) in einen kulturübergreifenden Dialog gebracht werden.

 

Das Programm der Konferenz setzt sich aus Vorträgen nordamerikanischer, europäischer und chinesischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Diskussionsrunden mit Präsentationen zusammen. Besonderer Wert wird – auch im Sinne der verstärkten Nachwuchsförderung an der Universität Mainz – auf die Beteiligung des wissenschaftlichen Nachwuchses gelegt. Die Vorträge der Tagung werden unter anderem folgende Themenbereiche behandeln:

    * chinesisch-amerikanische und chinesisch-kanadische Autobiographien,
    * asiatische Naturverehrung in Autobiographien asiatisch-amerikanischer Autorinnen und Autoren,
    * die asiatischen Ursprünge der Naturverehrung in den Biographien und Autobiographien indigener Nordamerikaner,
    * chinesische Gartenkultur und Naturphilosophie,
    * Belange des Umweltschutzes in zeitgenössischer chinesischer Literatur,
    * Öko-Biographie und der amerikanische Südwesten,
    * Öko-Feminismus und Auto/Biographie,
    * das kulturübergreifende Zusammenwirken von Diskursen der ökologisch orientierten Literaturwissenschaft,
    * Auto/Biographie als eco-criticism,
    * global agents vs. planetary subjects sowie
    * Auto/Biographie und ökologischer Aktivismus.

 

Die Veranstaltung wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz, dem Zentrum für Interkulturelle Studien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (ZIS), dem Verein „Freunde der Universität Mainz e.V.“ und dem Forschungszentrum Sozial- und Kulturwissenschaften Mainz (SOCUM) der JGU unterstützt.

 

Die Konferenz ist gekoppelt mit einem gemeinsamen Lehr- und Forschungsprogramm der Universitäten Peking und Mainz. Sie ist Teil des im Rahmen der Initiative „Pro Geistes- und Sozialwissenschaften“ von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Land Rheinland-Pfalz finanzierten Graduiertenkollegs zum Thema Life Writing.

 

 

Weitere Informationen:

Univ.-Prof. Dr. Alfred Hornung

Yvonne Gutenberger

Department of English and Linguistics

Forschungs- und Lehrbereich American Studies

Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Tel 06131 39-22146

E-Mail: hornung@uni-mainz.de

E-Mail: gutenb@uni-mainz.de

http://www.eco-life.american-studies.uni-mainz.de (Programm und weitere Informationen)


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Firma: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Agentur: DailyNet Service