| 17.11.2008 09:55 Uhr - Energie & Umwelt |
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Neue Rubrik überhöhte Energiepreise
Drastische Preissteigerungen für Energie
belasten seit Jahren Haushalte und Wirtschaft. Die Preiserhöhungen werden von
den Energieversorgern mit der zunehmenden Verknappung von fossilen
Energieträgern auf dem Weltmarkt und mit erhöhten staatlichen Abgaben erklärt.
Tatsächlich ist das Ausmaß der Preissteigerungen bei Energie allein damit nicht
zu rechtfertigen. Denn die Preiserhöhungen für Privatverbraucher gehen über die
gestiegenen Bezugskosten und die erhöhten Steuern weit hinaus. Die großen
Energieanbieter wie E.ON, RWE, EnBW, Vattenfall und EWE steigern indes ihre
Gewinne.
Auch in anderen Bereichen führen offensichtlich
ungesetzliche Praktiken, die in Deutschland derzeit nur unzulänglich bis gar
nicht verfolgt werden, ebenfalls zu überhöhten
Preisen für Strom und Gas.
Oftmals weigern sich die zuständigen Behörden, den
ungesetzlichen Praktiken auf den Grund zu gehen und eventuelle Straftaten zu
verfolgen. Dies wirkt sich ausschließlich zu Lasten der Bürger aus.
Staatsanwaltschaften, Finanzämter, Kartellbehörden, Kommunalaufsicht, sie alle
schauen meist weg und lassen die Energiepreise regelrecht explodieren.
Zahlreiche Politiker profitieren durch gut dotierte Posten als Aufsichtsrat
oder Beirat von Energieversorgern oder lassen sich nach ihrer Amtszeit mit
strittigen Entscheidungen und Gesetzesänderungen zu Gunsten der
Energiewirtschaft dort sogar in höheren Funktionen anstellen.
Cleanstate will in loser Folge über einzelne
Aspekte des Versagens von Politik, Justiz und anderen Aufsichtsbehörden im
Zusammenhang mit den Energiepreisen berichten. Uns geht es nicht um die
zivilrechtlichen Möglichkeiten, die der einzelne Haushalt mit einem Unbilligkeitseinwand
nach § 315 BGB oder durch Prüfen der Preiserhöhungsklausel nach § 305 oder §
307 BGB gegenüber seinem Energieversorger nutzen sollte. Darüber informieren
die Verbraucherzentralen, der Bund der Energieverbraucher und Rechtsanwälte. Cleanstate
will vielmehr auf Mängel in unserem Rechtsstaat aufmerksam machen, die sich
ganz konkret in den Energiepreisen auswirken und allein dort milliardenschwere
Schäden verursachen. Defizite in der Rechtsstaatlichkeit belasten jeden
einzelnen von uns, sie schädigen die Volkswirtschaft und letztlich untergraben
sie die Grundlagen der Demokratie.
In dem ersten Beitrag zu Energiepreisen setzt
sich unser stellvertretender Vereinsvorsitzender, Dr. Lothar Gutsche, mit dem
Thema Quersubventionierung aus steuerrechtlicher, kommunalpolitischer und
verfassungsrechtlicher Sicht auseinander. Zahlreiche Stadtwerke finanzieren mit
hohen Überschüssen aus dem Verkauf von Energie und Trinkwasser wichtige
öffentliche Aufgaben wie z. B. den öffentlichen Personennahverkehr, Schwimmbäder
oder Kultureinrichtungen. All diese öffentlichen Aufgaben zeichnen sich durch
ihre Unwirtschaftlichkeit aus, sie führen dauerhaft über Jahre und Jahrzehnte
zu erheblichen Verlusten in Millionenhöhe.
Gegen eine Subventionierung dieser Aufgaben mit
öffentlichen Mitteln ist so lange nichts einzuwenden, wie das in einem
demokratisch legitimierten Verfahren in einem dafür vorgesehenen Gremium wie z.
B. im Stadtrat, im Landtag oder im Bundestag so entschieden wird. Wie aber ist
die Quersubventionierung öffentlicher Aufgaben durch überhöhte Energiepreise zu
beurteilen? Sind Quersubventionierungen verfassungswidrig?
Mit diesen Fragen und ihren Hintergründen
beschäftigt sich der Beitrag auf unserer Homepage:
http://www.cleanstate.de/Energiepreise.html
Quelle und
Seiteninformation
URL der Pressemitteilung:
http://www.cleanstate.de/Pressemitteilung_15_11_2008.html
URL als PDF:
http://www.cleanstate.de/PRESSEMITTEILUNG_CLEANSTATE_15_11_2008.pdf
Pressemitteilungen
http://www.cleanstate.de/Presse.html
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