| 21.06.2010 15:09 Uhr - Energie & Umwelt |
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„Energiewende Osterholz 2030“: Erneuerbare ausbauen, Abhängigkeit stoppen, Geldströme umleiten
„Energiewende Osterholz 2030“:
Erneuerbare ausbauen, Abhängigkeit stoppen, Geldströme umleiten
Landkreis Osterholz ist „Energie-Kommune“ des Monats Juni 2010
Berlin, 21. Juni 2010 - Der niedersächsische Landkreis Osterholz ist für sein Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats Juni 2010 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.
Um das ambitionierte Ziel einer unabhängigen und regenerativen Energieversorgung zu erreichen, hat der nördlich von Bremen gelegene Landkreis das Projekt „Energiewende Osterholz 2030“ ausgerufen. Heute decken Erneuerbare Energien gerade einmal acht Prozent des Strom- und ca. ein Prozent des Wärmebedarfs. Das Konzept der Energiewende sieht vor, bis 2030 die lokalen Potenziale für eine 100-prozentige Strom- und Wärmeversorgung durch Erneuerbare Energien zu nutzen. Allein die Windenergie kann knapp die Hälfte des Stromverbrauchs in der Region decken. Den Rest steuern die Solar- und Bioenergie bei. „So soll etwa das Blockheizkraftwerk am Allwetterbad auf Biogas umgerüstet werden“, erläutert Martin Wagener, Bürgermeister der Stadt Osterholz-Scharmbeck. „Ein weiteres Teilprojekt des Konzepts Energiewende 2030 ist eine am Stadtrand errichtete Biogasanlage, deren Rohgas mit einer von den Stadtwerken verlegten Leitung ins Stadtzentrum transportiert wird“, so Wagener.
Mit der „Energiewende 2030“ will der Kreis an Erfolge der Vergangenheit anknüpfen: Während die Osterholzer im 18. und 19. Jahrhundert Torf als Brennstoff nach Bremen verkauften, hat sich die Region im 20. Jahrhundert vom Energieexporteur zum Energieimporteur entwickelt. Der Landkreis importiert derzeit 91 Prozent der genutzten Energie. Dieser Zufluss von Energie geht mit einem Abfluss von Kaufkraft einher: Für die Strom- und Wärmeerzeugung bezahlen die knapp 120.000 Einwohner des Landkreises jährlich ca. 146 Mio. Euro. Grund genug, langfristig die Energieerzeugung auf Erneuerbare Energien umzustellen. „Gerade in Zeiten steigender Energiekosten verfolgt der Landkreis Osterholz das ehrgeizige Ziel, die Abhängigkeit von Energieimporten zu stoppen und die Geldströme in regionale Strukturen und Betriebe umzuleiten“, so Dr. Jörg Mielke, Landrat von Osterholz.
„Mittlerweile erkennen immer mehr Regionen in Deutschland ihre Potenziale im Bereich der Erneuerbare Energien und die damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Chancen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien steigert die regionale Wertschöpfung und macht ein für allemal unabhängig von immer teurer werdenden fossilen und nuklearen Energieträger“, resümiert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energie, anlässlich der Bekanntgabe der „Energiekommune des Monats“.
Die Agentur für Erneuerbare Energien wird getragen von den Unternehmen und Verbänden der Erneuerbaren Energien-Branche und unterstützt durch die Bundesministerien für Umwelt und für Landwirtschaft. Sie betreibt die bundesweite Informationskampagne "deutschland hat unendlich viel energie", die unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer steht. Ihre Aufgabe ist es, über die Chancen und Vorteile einer nachhaltigen Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien aufzuklären - vom Klimaschutz über eine sichere Energieversorgung bis zu Arbeitsplätzen, wirtschaftlicher Entwicklung und Innovationen. Die Agentur für Erneuerbare Energien arbeitet partei- und gesellschaftsübergreifend.
Aktuelle Informationsangebote im Internet:
www.unendlich-viel-energie.de
www.kommunal-erneuerbar.de
www.kombikraftwerk.de
www.waermewechsel.de
Undine Ziller Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (030) 200 535-45
E-Mail: u.ziller@unendlich-viel-energie.de
Agentur für Erneuerbare Energien
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10117 Berlin
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