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Eine große Umzugskiste und vier kleine Elefantenfüße

24.03.2010 10:33 Uhr - Freizeit & Vermischtes Bei Facebook teilen Bei Xing teilen Diese Seite zu
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Im Elefantengehege des Zoo Emmen jagt ein Ereignis das nächste: kurz vor dem Auszug der Elefantendame Yu Zin sorgte ein anderes Herdenmitglied schon wieder für Nachwuchs. Der Ehrentitel, die größte asiatische Elefantenherde Europas zu sein, ist also nicht in Gefahr.

Nachdem im Elefantendame Annabel im März 2009 bei einem tragischen Sturz ums Leben kam, scheint bei den Emmener Dickhäutern nichts mehr zu sein wie es war. Annabel war mit ihren 45 Jahren Anführerin der Herde und ein Vorbild für die Mitglieder der Elefantengroßfamilie. Seit ihrem folgenschweren Unfall ist der Platz der Matriarchin jedoch leer geblieben. Bis vor Kurzem gab es eine Anwärterin für die freie Stelle: Elefantendame Yu Zin. Sie versuchte, den Platz der Herdenführerin einzunehmen, wurde aber von den anderen Elefanten nicht als Leitkuh respektiert. Diese Ablehnung schlug Yu Zin stark auf´s Gemüt: sie war ruhelos und nervös – an ein harmonisches Zusammenleben in der Herde war nicht mehr zu denken. Damit Yu Zin sich in Zukunft wieder wohler in ihrer Elefantenhaut fühlt, hat der Zoo Emmen ihr nun ein neues Zuhause im britischen Zoo Woburn gesucht. Dort wird sie hoffentlich bald wieder Ruhe und Gelassenheit finden. Die circa 750 Kilometer lange Reise in ihre neue Heimat, nördlich von London, legte Yu Zin am 22. März in einer großen Transportbox auf einem LKW zurück. Damit beim Transfer auch alles glatt laufen konnte, übte sie schon im Vorfeld fleißig, wie sie in die Box zu gehen und in dieser ungewohnten Situation Ruhe zu bewahren hatte. Schon die kleinste Störung hätte sie davon abhalten können, überhaupt einen Fuß in das Gefährt zu setzen. Doch alles verlief nach Plan, die übergroße Umzugskiste samt Elefantendame wurde erfolgreich auf einen LKW geladen und ab ging’s nach England.

Doch im Zoo Emmen gab es nicht nur einen Auszug, sondern auch einen äußerst putzigen Neuzugang: Am 9. März wurde der kleine Elefant Einga-Tha geboren, was aus dem Burmesischen übersetzt so viel bedeutet wie “Sohn, der an einem Dienstag geboren wurde“. Mit tatkräftiger Unterstützung seiner Tanten verlief die Geburt komplikationslos, so dass der kleine Spross schon nach kurzer Zeit auf seinen stämmigen Beinchen stehen konnte. Die Elefanten-Tanten der Herde nehmen dabei eine wichtige Rolle ein: sie passen auf, dass die von der Geburt geschwächte Elefantenmutter ihr Neugeborenes nicht aus Versehen verletzt. Jede von ihnen hat immer ein wachsames Auge auf das jüngste Mitglied der Familie.

Der Zoo Emmen ist auf 18,5 Hektar thematisch in sechs Kontinente aufgeteilt. Ob in Asien, wo die Besucher von der größten asiatischen Elefantenherde Europas begrüßt werden, oder in der afrikanischen Savanne, hoch oben auf der zwei-stöckigen Terrasse mit dem im Mai 2009 wiedereröffneten Safari-Restaurant, wo Giraffen so nah kommen, dass man ihren Atem spürt. Jedes Tier lebt in seinem, mit liebevollen Details nachempfundenen Lebensraum, zusammen mit seinen Artge-nossen. Der Zoo Emmen versteht sich selbst als ein Zoo der Sinne: Anfassen und Lernen durch Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht. Weitere Informationen zum Zoo Emmen sowie zu den Eintrittspreisen und Öffnungszeiten finden Sie auf der deutschsprachigen Homepage unter www.zoo-emmen.de.

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