Geschichtsforum 1989 I 2009 eröffnet
Über 200 Veranstaltungen bis zum 31. Mai / Humboldt-Universität, Maxim Gorki Theater und Deutsches Historische Museum werden zum Campus für Geschichtsfestival
Mehr als 700 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Kultur besuchten gestern Abend den Auftakt des „Geschichtsforums 1989 I 2009: Europa zwischen Teilung und Aufbruch“, das noch bis Pfingstsonntag andauert. Das prominent besetzte Programm sorgte bereits am ersten Abend für angeregte Diskussionen über das Jahr 1989 und die Bedeutung von geschichtlichen Ereignissen für die Gegenwart. „1989 war einer der besten Augenblicke in der europäischen Geschichte, ein Augenblick, als die Welt auf Mitteleuropa blickte“, so der britische Historiker und Zeitzeuge Timothy Garton Ash in seinem Eröffnungsstatement.
Rund um den Campus des Geschichtsforums (Humboldt-Universität, Maxim Gorki Theater, Deutsches Historische Museum und die Freiflächen zwischen diesen Orten) folgten anschließend dicht auf dicht bis in die Nacht hinein Theateraufführungen, Performances und die Eröffnungen der Film-, Ausstellungs- und Jazzreihen. Um 19:15 Uhr fiel der Startschuss für einen 60stündigen theatralen Staffellauf durch Berlin mit über 300 Darstellern.
"Wir müssen reden" – unter diesem Motto schafft das internationale "Geschichtsforum 1989 | 2009: Europa zwischen Teilung und Aufbruch" vom 28. - 31. Mai 2009 einen Raum für eine konzentrierte öffentliche Auseinandersetzung mit der Zeitenwende 1989 in Deutschland und Mitteleuropa.
Viele Produktionen des Kulturprogramms sind während des Festivals erstmalig zu sehen: etwa die Installation „89 Plakate“ auf den Freiflächen zwischen den Veranstaltungsorten Humboldt-Universität, Maxim Gorki Theater und Deutsches Historisches Museum. 40 internationale Grafiker und Gestalter illustrieren hier mit ihren Entwürfen Schlagworte der Zeitgeschichte und beleuchten so die Semantik der Worte und Bilder um die Teilung und 1989. Premiere feiert auch der Dokumentarfilm „Behauptung des Raums“ von Claus Löser und Jakobine Motz, der die Entwicklung der Leipziger Galerie EIGEN+ART bis zum Fall der Berliner Mauer begleitet.
Der größte Teil der mehr als über 200 Veranstaltungen des Geschichtsforums kann kostenfrei besucht werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Programmhefte liegen an den Informationsständen auf dem Campus des Geschichtsforums aus.
Vollständiges Programm unter www.geschichtsforum09.de
Das Geschichtsforum 1989 | 2009 ist eine Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung, der Kulturstiftung des Bundes, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Instituts für Zeitgeschichte München/Berlin, des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. mit der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Deutschen Historischen Museum und dem Maxim Gorki Theater.
Presseservice: Während des Geschichtsforu ms werden Medienvertretern täglich dokumentierende Audio- und Video-Podcasts zur Verfügung gestellt. Unter www.geschichtsforum09.de stehen aktuell der Rückblick auf die gestrige Auftaktveranstaltung und eine Vorschau auf die Veranstaltungen des heutigen Tages zum Download bereit.
Das Pressezentrum befindet sich im Restaurant „Cum laude“ der Humboldt-Universität und ist von 9 bis 18 Uhr besetzt. Cum Laude, Universitätsstraße 4, 10117 Berlin.