[Psychosomatik-Kongress in Mainz] Psyche beeinflusst Krebs-Verlauf

23.03.2009 15:20 Uhr - Gesundheit & Medizin Diese
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[Psychosomatik-Kongress in Mainz] Psyche beeinflusst Krebs-Verlauf

Carus Lecture von renommiertem US-Forscher

Psyche hat Einfluss auf den Verlauf von Krebs

MAINZ – Der renommierte Forscher Prof. David Spiegel von der Stanford-Universität, USA, hält im Rahmen des diesjährigen Psychosomatikkongresses in Mainz die so genannte Carus Lecture, einen Festvortrag, der nach dem Arzt, Maler und Naturphilosophen Carl Gustav Carus (1789 – 1869) benannt ist1. Der  englischsprachige Vortrag findet am Samstag, den 21. März 2009 von 11.30 – 12.30 Uhr im Plenarsaal RW 1, Haus Recht und Wirtschaft auf dem Campus der Johannes Gutenberg Universität Mainz, Jakob- Welder-Weg 9, 55128 Mainz statt. International bekannt ist Prof. Spiegel unter anderem durch seine herausragenden Forschungsarbeiten zum bio-psychosozialen Zusammenspiel von Krebs und psychischen Erkrankungen. Im Rahmen seines Vortrags, der den Titel „Mind over Matter“ (Geist über Materie) trägt, wird  Spiegel unter anderem anhand aktueller Forschungsergebnisse begründen, warum es bei Krebspatienten besonders wichtig ist, psychische Erkrankungen zu erkennen und adäquat zu behandeln.


Wirkt Psychotherapie lebensverlängernd?
Psychotherapie kann bei Krebserkrankungen die begleitende Angst und Depression wirksam vermindern und die Lebensqualität der Patienten und ihrer Angehörigen verbessern. Jüngste Studien der Arbeitsgruppe von Spiegel zeigen zudem, dass Psychotherapie die Kooperation der Krebspatienten mit den behandelnden Ärzten und damit die Akzeptanz sehr belastender onkologischer Behandlungen verbessern kann. Nachdem jahrelang die These vertreten wurde, dass Psychotherapie zwar wichtige Verbesserungen der  Lebensqualität bei Krebs erreichen kann, nicht aber eine Lebenszeitverlängerung, argumentiert Spiegel vorsichtig aber eindeutig wieder in diese Richtung: „Wenn man Krebs-Patienten hilft, besser zu leben, kann ihnen das auch dabei helfen, länger zu leben.“. Entsprechende Hinweise aus Studien müssen aber noch weiter überprüft werden.

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