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Wieder zwei Mönche des tibetischen Klosters Kirti in Ngaba verurteilt

10.05.2011 14:45 Uhr - International Bei Facebook teilen Bei Xing teilen Diese Seite zu
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Ein Gericht in Ngaba verurteilte um den 2. Mai 2011 herum die Mönche Lobsang Dhargye und Kunchok Tsultrim zu je drei Jahren Gefängnis. Der 31jährige Lobsang Dhargye stammt aus dem Dorf Meruma im Bezirk Ngaba. In jungen Jahren schon wurde er Mönch, später ging er nach Lhasa, wo er im Kloster Drepung buddhistische Philosophie studierte. Er beteiligte sich auch an den Protestaktionen von 2008, wobei sein Gesicht von den Überwachungskameras, welche die Polizei überall anbrachte, erfaßt wurde. Kurz darauf wurde er festgenommen und verbrachte die nächsten 5 Monate in verschiedenen Haftzentren um Lhasa, bis er seinem Heimatbezirk Ngaba überstellt wurde. Dort wurde er unter Vorbehalt freigelassen, aber unter strenger Beobachtung gehalten. Als die paramilitärischen Kräfte das Kloster am 11. April stürmten, nahmen sie ihn in seinem Zimmer im Kloster fest und führten ihn ab. Der 33jährige Kunchok Tsultrim stammt aus dem Dorf Thawa Gongma, Bezirk Ngaba, seit vielen Jahren lebt er als Mönch im Kloster Kirti, wo er als Ökonom tätig war. Am 16. März 2011, dem Tag, an dem Phuntsok aus Protest gegen die Unterdrückung durch China Feuer an sich legte, nahm die Polizei ihn im Kloster fest. Die chinesischen Behörden unterziehen die Mönche des Klosters Kirti weiterhin einer rigorosen „patriotischen Schulung“. Bis jetzt patrouillierten Polizei und bewaffnete Sicherheitskräfte das Kloster in ihren Uniformen, aber jetzt tragen sie unauffällige Kleidung, sie durchkämmen das Gelände um das Kloster oder bleiben einfach in ihren vor dem Kloster geparkten Lastwagen und Polizeifahrzeugen sitzen. Sie vermeiden es, fotografiert zu werden, damit keine Beweise für die Anwesenheit bewaffneter Kräfte in dem Kloster mehr entstehen sollen. In und um das Kloster herum haben sie Fernsehkameras installiert. Polizei und Soldaten haben im östlichen Trakt des Klosters einen Wohntrakt für ältere Mönche und Lehrer der heiligen Schriften besetzt, den ein Mönch namens Tenpa Yarpei aus privaten Mitteln bauen ließ. Am 21. April 2011 wurden etwa 300 Mönche in Militärlastwagen gepackt und an einen unbekannten Ort verbracht. Zwei ältere Tibeter, die in der Nähe des Klosters kampierten, wurden zu Tode geprügelt, als sie versuchten, die Sicherheitskräfte am Abtransport der Mönche zu hindern. Das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie ist entsetzt darüber, wie die Behörden die Mönche ohne Unterlaß schikanieren. Es fordert diese auf, mit die „patriotische Umerziehung“ zu beenden und ihre Mitarbeiter vom Klostergelände abzuziehen. Quelle: Tibetan Centre for Human Rights and Democracy, www.tchrd.org Bild: Der verurteilte Mönch Lobsang Dhargye
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