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Franz Kafka - ein Klassiker? Positionen und Diskussion zum 125. Geburtstag

18.06.2008 18:00 Uhr - Kunst & Kultur Bei Facebook teilen Bei Xing teilen Diese Seite zu
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Franz Kafka - ein Klassiker? Positionen und Diskussion zum 125. Geburtstag

(Mainz, 18. Juni 2008) 125 Jahre Franz Kafka - das heißt im deutschsprachigen Raum vor allem eine abwechslungsreiche Rezeptionsgeschichte. Zu Lebzeiten wurde Kafka in schriftstellerischen Kreisen zwar wahrgenommen und rezensiert, der große Publikumserfolg, den sich sein Freund und Förderer Max Brod versprochen hatte, blieb jedoch aus. Nach Kafkas Tod edierte Brod das Gesamtwerk des Freundes, allerdings mit erheblichen Hindernissen durch die nationalsozialistische Diktatur, die Kafka auf die Liste verbotener Autoren setzte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg, zu Beginn der 1950er Jahre, begann eine umfangreichere Rezeption des Schriftstellers in Deutschland. Diese allerdings gestaltete sich umso intensiver: Kafkas Werk erfuhr eine selten dagewesene "Interpretationswut" und wurde biographisch, psychoanalytisch, theologisch, existentialistisch, politisch gedeutet - um nur die wichtigsten Ansätze zu nennen. Schnell wurden Werke wie Das Urteil, Die Verwandlung oder Der Proceß zum literarischen Kanon gezählt. Mittlerweile ist Kafkas Werk Pflichtlektüre an Schulen und Universitäten, die Kafkaforschung ist nach wie vor äußerst produktiv und zum Jubiläumsjahr erscheinen gleich in mehreren großen deutschsprachigen Verlagen kommentierte und unkommentierte Erzähl- und Romanausgaben.

Wie aktuell aber ist Kafka wirklich? Wie fruchtbar ist die Kafkaforschung heute noch? Was gibt es noch Neues zu diesem vielinterpretierten Dichter zu sagen? Was macht heute noch seine Faszination aus - existiert diese überhaupt noch? Diese und ähnliche Fragen werden mit den renommierten Kafka-Forschern Werner Frick, Manfred Engel und Ritchie Robertson sowie dem Literaturkritiker Martin Lüdke und dem Autor Hanns Josef Ortheil intensiv besprochen - sowohl in den formulierten Referenten-Statements, als auch in der anschließenden Diskussion, die offen für Fragen aus dem Publikum sein wird. Zu der Veranstaltung sind sowohl Studierende und Universitätsangehörige als auch die interessierte Öffentlichkeit geladen. Die Veranstaltung findet am 3. Juli 2008 von 10 bis 16 Uhr in der Alten Mensa/Atrium Maximum, Campus der Universität Mainz statt.

Verantwortlicher Pressekontakt:
Petra Giegerich
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit
55099 Mainz
Tel.: +49 6131 39-20047
Fax: +49 6131 39-24139
PRESSEKONTAKT:
Firma: Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Agentur: DailyNet Service

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