Stéphane Courtois und Vaira Vike-Freiberga im Gespräch mit Henryk M.Broder

20.10.2008 11:35 Uhr - Politik Diese
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Kurz nach dem Sturz der sowjetkommunistischen Diktatur in Osteuropa schockierte der ehemalige Maoist Courtois den Westen mit der Behauptung, Kommunismus sei Unterdrückung, Verbrechen und Terror. Freiberga, die wie so viele ihrer lettischen Landsleute die meiste Zeit ihres Lebens in Exil verbrachte, meint, nach dem Eisernen Vorhang gilt es noch eine mentale Barriere zwischen dem Osten und dem Westen zu beseitigen: „Die Geschichtsauffassung im Westen nahm die Stimmen der von den Sowjets brutal unterdrückten osteuropäischen Nationen einfach nicht wahr.“   Wo stehen wir heute, fast 20 Jahre nach Mauerfall, 20 Jahre nach den Enthüllungen über den verbrecherischen Charakter des Kommunismus? Wenn heute angesichts der Finanzkrise über den Sturz des Kapitalismus, die Krise der Marktwirtschaft und die Auferstehung des Sozialismus spekuliert wird, bleibt dann die historische Erinnerung auf der Strecke?   Der Herausgeber des Schwarzbuch des Kommunismus Stéphane Courtois und die lettische Präsidentin a.D. Vaira Vike-Freiberga sprechen am Mittwoch, den 22. Oktober 2008 um 19:00 Uhr in der Dresdner Bank am Pariser Platz in Berlin.   Das Gespräch über die Erinnerung der Europäer, die Aufarbeitung der Diktaturen und den Umgang mit der Freiheit führt Henryk M. Broder.   Die Reden sind die fünfte Folge der Reihe Doppelgedächtnis: Debatten für Europa, zu der anlässlich 20 Jahre Mauerfall die Gesellschaft zur Förderung der Kultur im erweiterten Europa unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering einlädt.   Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Aufarbeitung und der Allianz Kulturstiftung.   www.kultur-in-europa.de
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