| 26.04.2012 16:10 Uhr - Recht & Gesellschaft |
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Nowruz-Empfang der Hafis-Gesellschaft
Hamburg, 16. April 2012.
Anlässlich des diesjährigen iranischen Neujahrsfestes (Nowruz) lud die in Hamburg ansässige Hafis-Gesellschaft am 23. März zu einem Mittagsempfang in den Überseeklub am Neuen Jungfernstieg ein. Unter den etwa 50 geladenen Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft waren unter anderem der iranische Generalkonsul Mostafa Khoshahval, der türkische Generalkonsul Devrim Öztürk, Oberbürgermeister a.D. Dr. Henning Voscherau sowie Kultursenator a.D. Reinhard Stuth.
Der Präsidenten der Hafis-Gesellschaft Kourosh Pourkian betonte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung des Nowruz-Festes für weltweit insgesamt 300 Millionen Menschen als ein Fest der Freude, des Neubeginns und der Versöhnung. Allein in Hamburg werde das Fest von mehr als 15 000 Bürgern gefeiert und sei daher ein wichtiger Ausdruck der kulturellen Vielfalt der Hansestadt. Mit einem Zitat des amerikanischen Präsidenten Barak Obama, der alljährlich insbesondere der iranischen Nation zu diesem Fest gratuliert, erinnerte Pourkian an die Harmonie und Frieden stiftende Intention des Festes, das nicht nur Familien sondern auch Völker einander näher bringen soll.
Kultursenator a.D. Reinhard Stuth, machte darauf aufmerksam, dass das Nowruz-Fest weder an eine bestimmte Religion noch an eine bestimmte Nation gebunden sei. Bisweilen sei seine Durchführung seitens staatlicher Mächte behindert worden. Der Anerkennung des Nowruz-Festes von den Vereinten Nationen als Teil des Weltkulturerbes komme daher dreitausend Jahre, nachdem dieses Fest zum ersten Mal gefeiert wurde, eine besondere Bedeutung zu. Entsprechend dürfe Nowruz auch in der Hansestadt nicht ignoriert werden. Mit Blick auf den Namenspatron der einladenden Gesellschaft, den berühmten persischen Dichter Hafis, betonte Stuth, dass das Nowruz-Fest wie das großartige Werk dieses Schirazer Poeten allen Menschen gehöre. Der die Dichtkunst Hafis’ prägende Sinn für das Schöne, Gute und Wahre sowie die zutiefst menschlichen Themen des Dichters, die von Liebe, Trennung und Lebensgenuss handeln, öffneten zudem „ein ganz großes Tor zu einem viel tieferen Verständnis des Iran, jenseits der Politik“. so Stuth.
Der iranische Generalkonsul Khoshahval führte aus, wie heute Nowruz in den iranischen Familien gefeiert wird, um gleichzeitig mit dem Jahresbeginn auch die Beziehungen zu den Mitgliedern der Familie zu erneuern und zu festigen. Streitigkeiten und Dissonanzen würden beigelegt und durch gegenseitige Besuche Respekt für den Verwandten und Anteilnahme an seinem Leben zu Ausdruck gebracht. Generalkonsul Khoshahval stellte die friedliebende Tradition der iranischen Nation heraus, die über ein kulturelles Erbe von mehr als dreitausend Jahren verfüge, und wünschte sich für die Zukunft ein friedliches Zusammenleben aller Völker - gleich einer Familie, die durch das Nowruz-Fest versöhnt ist.
Traditionell wird während des iranischen Neujahrsfestes, das 13 Tage lang gefeiert wird, Fisch als Hauptmahlzeit serviert. So geschah es auch auf dem Empfang der Hafis-Gesellschaft. Anschließend wurden persische Süßigkeiten und Datteln gereicht, und die Anwesenden versammelten sich um den festlich geschmückten Neujahrstisch, dem sogenannten Haft Sin. Auf ihm waren die sieben traditionellen Gegenstände, deren Namen im persischen alle mit demselben Buchstaben Sin beginnen und die zu jedem iranischen Neujahrstisch gehören, aufgestellt. Dort fand das Fest seinen gebührenden Abschluss.
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