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Tibetischer Nomade aus Amdo zündete sich rgestern früh an und starb

16.06.2012 20:30 Uhr - Recht & Gesellschaft Bei Facebook teilen Bei Xing teilen Diese Seite zu
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Bestätigten Berichten aus Tibet zufolge setzte sich Tamding Thar, ein Nomade in den Fünfzigern, am 15. Juni um etwa 6.30 Uhr Ortszeit im Bezirk Chentsa (chin. Jiancha), TAP Malho (chin. Huangnan), Provinz Qinghai (vormals Amdo), aus Protest gegen die chinesische Regierung in Brand. Ghangri, ein Mönch aus Südindien, bestätigte diese Nachricht: „Wir sprachen mit unseren Quellen in der Region und sie sagten, daß Tamding Thar leider nicht mehr am Leben sei“. Es wurde auch über eine massive Aufstockung der Sicherheitskräfte in der Gegend berichtet, der Ort von Tamding Thars feuriger Protestaktion wurde praktisch abgeriegelt. „Die Leute, mit denen wir soeben sprachen, bestätigten, daß gerade sehr viele chinesische Truppeneinheiten eintreffen“, fuhr Ghangri fort. „Sie baten uns, einige Zeit lang nicht mehr anzurufen“. Tsering Woeser, die tibetische Bloggerin aus Peking, berichtete, daß Tamding Thar sich vor dem Gebäude der Militärpolizei in Chentsa verbrannte. Innerhalb von Minuten erschien eine Menge chinesischer Sicherheitskräfte vor Ort. Sie löschten die Flammen, als Tamding Thar am Boden lag und sich noch ein wenig bewegte. Dann brachten sie seinen schwer verbrannten Körper in einem Fahrzeug weg. Innerhalb von Stunden verstarb er. Wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie in Dharamsala mitteilte, strömten auf den feurigen Protest hin Hunderte von Tibetern vor dem chinesischen Verwaltungszentrum zusammen und forderten die Übergabe von Tamding Thars Körper an seine Familie. „Die chinesischen Offiziellen sagten, sie würden den Körper um etwa 11 Uhr Ortszeit freigeben. Um etwa 12 Uhr Mittag übergaben sie den Körper den dort ansässigen Tibetern. Dann wurde dieser in eine Nomadengegend im Bezirk Chentsa gebracht“. Tausende von Tibetern und Mönche aus den nahegelegenen Klöstern kamen, um ihm bei der Bestattung die letzte Ehre zu erweisen. Tamding Thar hinterläßt seine Frau und Kinder. Tamding Thar gehörte zu einer Nomadenfamilie im Dorf Lowa, Gemeinde Chentsathang, Bezirk Chentsa, TAP Malho, Provinz Qinghai. Vor einigen Jahren wurde er mit seiner Familie im Rahmen der chinesischen „Nomaden-Umsiedelungs-Politik“ gezwungen, sich in der Bezirksstadt fest niederzulassen. Über eine Million Nomaden wie Tamding und seine Familie mußten ihre schwarzen Yakhaarzelte verlassen und in die eintönigen Beton-Ghettos umziehen. Tamdings drastische Protestaktion folgt auf die Selbstverbrennung einer anderen tibetischen Nomadin, der 33jährigen Mutter Rikyo, am 30. Mai. Wie Tamding und Rikyo sind viele derjenigen, die sich in Flammen setzten, von ihren Weidegründen vertriebene Nomaden. Die offizielle chinesische Nachrichtenagentur Xinhua bestätigte ebenfalls die Selbstverbrennung, ohne jedoch den Namen des Opfers zu nennen. Die Identität der Person und die Todesursache seien in Ermittlung, heißt es. Die Lage in Chentsa ist sehr angespannt, nachdem Hunderte von paramilitärischen Kräften die Stadt überschwemmt haben und die Bewegungen der tibetischen Einwohner genau verfolgen. 40 Tibeter haben sich seit 2009 in Brand gesetzt und dabei die Rückkehr Seiner Heiligkeit des Dalai Lama aus dem Exil und die Freiheit in Tibet gefordert. Eine Übersichtskarte der Selbstverbrennungen gibt es unter: http://www.rangzen.net/downloads/Map_TsampaRevolution_20120615_EN.jpg Das Factsheet auf der Website des DIIR stellt die 40 Fälle von Selbstverbrennungen in Tabellenform dar: http://tibet.net/factsheet-immolation-2011-2012/ Quelle: Phayul, www.phayul.org, DIIR, www.tibet.net
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