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Ein weiterer tibetischer Mönch verbrennt sich aus Protest gegen die chinesische Herrschaft

07.08.2012 21:15 Uhr - Recht & Gesellschaft Bei Facebook teilen Bei Xing teilen Diese Seite zu
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Lobsang Tsultrim, ein Mönch des Klosters Kirti in der TAP Ngaba (chin. Aba), verbrannte sich am 6. August am späten Nachmittag, teilte Sungrab Gyatso, ein Mönch des Klosters Drepung in Indien unter Berufung auf Kontakte in Tibet mit. Lobsang Tsultrim zündete sich auf der Straße unterhalb des Klosters Kirti an, welche die Einheimischen nun die „Märtyrerstraße“ nennen wegen der vielen Selbstverbrennungsproteste, die sich an ihr ereigneten. „Augenzeugen berichteten, er habe Slogans gerufen, der Dalai Lama möge nach Tibet zurückkehren und die Tibeter innerhalb und außerhalb Tibets sollten wiedervereint sein“, sagte Gyatso. „Bewaffnete chinesische Polizei, die entlang der Märtyrerstraße im Hinterhalt lauerte, löschte sofort das Feuer und brachte ihn in das Bezirkshospital von Ngaba. Kurz darauf soll er an einen anderen Ort verbracht worden sein, aber bis jetzt ist unbekannt, wohin“, verlautet aus einer Quelle des TCHRD. Lobsang Tsultrim trat in jungen Jahren in das Kloster Kirti ein. Er gehörte zu jenen Mönchen, die 2008 von chinesischen Sicherheitskräften festgenommen und schwer geschlagen wurden. „Lobsang spielt gerne Basketball und ist Mitglied einer dortigen Mannschaft“. Man habe gesehen, wie die Polizei einen übel verbrannten Körper in ein Fahrzeug warf und damit weggefahren sei. „Am Schauplatz des Geschehens gab es mehr Polizei als Bewohner der Stadt“. „Der Mann, der sich heute anzündete, soll noch gelebt haben, aber sein Oberkörper war schwer verletzt, als das Sicherheitspersonal in wegfuhr“, sagte die Organisation Free Tibet. Lobsang Tsultrim ist ein Klassenkamerad von Lobsang Phuntsok, der sich letztes Jahr am 16. März verbrannte und einen Tag danach seinen Verletzungen erlag. Damit stieg die Zahl der Selbstverbrennungen seit Februar 2009 auf 45 (nach anderer Zählung auf 46, nach Woeser auf 51), wobei sich die überwiegende Mehrheit in den tibetisch besiedelten Provinzen Westchinas ereignete. „Während die Medien der Welt sich auf die Leistungen der chinesischen Athleten konzentrieren, die bei den Olympischen Spielen in London wetteifern, treibt die Repression des chinesischen Staates die Tibeter dazu, sich inmitten eines Medien-Blackouts in Feuer zu setzen“, kommentierte die Direktorin von Free Tibet, Stephanie Brigden. „China kämpft um die Goldmedaillen, obwohl es ein jedes Versprechen gebrochen hat, das es bei seiner Bewerbung um die Spiele in Peking 2008 gemacht hat“, fügte sie hinzu. „Während wir die menschliche Höchstleistung zu schätzen wissen, müssen wir auch entschieden die Menschenrechte verteidigen“. In einer Pressemitteilung wiederholte die Tibetische Zentralverwaltung ihren Aufruf an die chinesische Regierung, sich mit den zugrundeliegenden Beschwerden und Gründen zu befassen, die die Tibeter soweit treiben, daß sie sich selbst in Brand setzen. Quelle: Radio Free Asia, www.rfa.org, TCHRD, www.tchrd.org
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