| 30.09.2008 12:35 Uhr - Recht & Gesellschaft |
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DB ML AG: Bundespolizei und Deutsche Bahn starten bundesweit gemeinsame Kampagne gegen Vandalismus

Vandalismus und Graffitischmierereien ausbremsen
Bundespolizei und Deutsche Bahn starten bundesweit gemeinsame Kampagne o Rund 50 Millionen Euro Schaden durch Vandalismus
(Berlin, 30. September 2008) In rund 46.000 Fällen ist die Deutsche Bahn AG im vergangenen Jahr Ziel von Vandalismus und Graffitischäden gewesen. Insgesamt betrug der Schaden bei der Bahn durch mutwillige Sachbeschädigung und Farbschmierereien bundesweit mehr als 50 Millionen Euro. Allein für Berlin belaufen sich die Vandalismuskosten auf knapp sieben Millionen Euro. Unter dem Motto "Vandalismus ausbremsen" haben heute in Berlin der Präsident der Bundespolizeidirektion Berlin, Klaus Kandt, und der Leiter der Konzernsicherheit der DB AG und Geschäftsführer der DB Sicherheit GmbH, Jens Puls, im Rahmen einer Pressekonferenz den Startschuss für eine bundesweite gemeinsame Kampagne gegeben. "Wir brauchen keine Helden, aber wir brauchen Menschen, die Recht von Unrecht unterscheiden können und für ihre Werte einstehen", erklärte Kandt. Die Kampagne richtet sich an Bahnkunden und Reisende mit dem Ziel, Straftaten umgehend der Bundespolizei oder Mitarbeitern der Bahn zu melden. Unter der Hotline 0180 5 234566 (14 Cent pro Minute) erreicht man die Bundespolizei rund um die Uhr. Die Bundespolizei begleitet die Kampagne mit polizeilichen Maßnahmen. Bereits seit einiger Zeit führt sie in Berlin eine "Qualitätsoffensive" Bahn durch und verstärkt nun nochmals die Überwachung auf dem Gebiet der Bahnanlagen. Präventionsmaßnahmen gegen Vandalismus sind ebenso ein Tätigkeitsschwerpunkt der Bahn-Tochter DB Sicherheit GmbH. "Grundsätzlich leitet die Bahn bei jedem Graffiti- und Vandalismusdelikt ein strafrechtliches Verfahren ein. Das ist Sachbeschädigung und wir fordern von den Tätern Schadensersatz", sagte Puls. Schwerpunkt der Delikte bei der Bahn sind vor allem Graffitischäden und Scratching. Farbschmierereien beschädigen nicht nur das Image der DB AG, sondern sie verursachen hohe Kosten für Bewachung, Sicherheitstechnik und Forschung. "Hinzu kommen Kosten durch den Ausfall von Zügen, weil diese zur Graffiti-Entfernung in die Werkstatt müssen", so Tobias Heinemann, Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH. In Berlin ist die Kampagne der Bundespolizei und der DB auch mit der Berliner Polizei und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) abgestimmt. Im Rahmen eines Präventionskonzeptes Öffentlicher Nahverkehr haben sich die beiden Polizeibehörden, die DB mit ihrer Tochter S-Bahn Berlin und die BVG heute, 30. September 2008, auf einen gemeinsamen Aktionstag "Vandalismus ausbremsen - Zivilcourage stärken" verständigt.
Die Kampagne "Vandalismus ausbremsen" wird mit einer Broschüre begleitet, in der erklärt ist, was zu tun ist, wenn man Zeuge von Vandalismus wird. Der Flyer kann unter www.db.de oder unter www.bundespolizei.de abgerufen werden.
Burkhard Ahlert
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