| 15.10.2008 08:40 Uhr - Recht & Gesellschaft |
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Mit dem „Kampfhund“ therapiert - Eine Geschichte, die viele Vorurteile widerlegt.
Ayse M ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, hat aber
panische Angst vor Hunden. Nein, sie hat keine normale Angst, sie wird beim
Anblick von Hunden geradezu panisch. Geht sie durch einen Park und ein Hund
kommt ihr entgegen, verlässt sie diesen Park. Das eine derartige Panik die
Lebensqualität beeinträchtigt ist nur allzu verständlich. Ayse M. wollte nun
diese Angst verlieren und hatte schon mit einem Therapeuten geredet. Mindestens
500 Euro sollte die Therapie kosten.
Eine Freundin von ihr wollte dabei behilflich sein. Sie
kannte einen Halter mit der 11 Jahre alten American Staffordshire Terrier
Hündin Naomi. Und sie überredete Ayse M. doch mal zu einer Annäherung an diese
Hündin in ihrem Büro. Gesagt – getan. Der Halter kam mit der Hündin und Ayse M.
bekam erst einmal einen Schweißausbruch nach dem anderen. Im Besprechungsraum
nun saß die Hündin mit ihrem Halter und auf fünf Meter Entfernung Ayse M. Man
unterhielt sich über Hunde, über ihre Angst und die Hündin saß derweil völlig
ruhig du entspannt neben ihrem Halter. Nach ungefähr einer Stunde erfolgte die
erste, wenn auch sehr zögerliche Annäherung. Ayse M. begann, neben ihrer
Freundin sitzend, Naomi auf dem Rücken zu streicheln. Ein kurzer Blick nach
hinten der Hündin ließ zuerst eine erschreckte Reaktion von Ayse M. folgen.
Aber die Ruhe von Naomi gab Schritt für Schritt die Möglichkeit einer weiteren
Annäherung. Und plötzlich wurde auch der Kopf gestreichelt. Ayse M. war mehr
erstaunt als erschrocken über sich selber. Es verging eine weitere Stunde und
Ayse M. ging mit der Staffordshire Hündin an der Leine durch das circa 120
Quadratmeter große Büro, von einem Raum in den anderen. Die weiteren
Mitarbeiter kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Und der Freund von Ayse M.
musste das dann im Foto festhalten, denn sonst, so sagte er, würden das ihre
Eltern nicht glauben. Nach zweieinhalb Stunden musste der Halter mit seiner
Hündin gehen, ganz zum Leidwesen von Ayse M., die diesen Augenblick des neuen
Erlebens gerne fortgeführt hätte. Man verabschiedete sich mit der Planung,
weitere Hundestunden zu veranstalten, damit die Angst auch im Freien bearbeitet
werden kann. Aber der erste, der wichtigste Schritt, war getan.
Und das mit einem Hund, der gemeinhin als Kampfhund
bezeichnet wird. Hunde, die bei Kennern als die familienfreundlichsten Hunde bekannt
sind. In England werden diese Hunde als „Nanny Dog“ bezeichnet. Hunde, deren
Frustrationstoleranz Menschen gegenüber überproportional hoch ist. Hunde die
Menschen viel interessanter finden als andere Hunde. Hunde, die Menschen immer
nur gefallen möchten, auch wenn man eine gewisse Sturheit ihnen nicht
absprechen kann. Aber eben Hunde, die geradezu ideal sind als Therapiehunde zu
fungieren.
Nähere Informationen hierzu bei
Peter Löwisch
presse@medien-loewisch.de
Verantwortlicher Pressekontakt:Peter Löwisch
Journalist (DJU)
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