Pressekategorien
Anzeigen

Stoppt Kinofilm DIE BUCHT – THE COVE deutsche Delfinarien und japanischen Delfinfang?

04.09.2009 16:40 Uhr - Umwelt & Natur Bei Facebook teilen Bei Xing teilen Diese Seite zu
									Mister Wong hinzufügen Bookmark bei: Google     Druckansicht Drucken

(04.09.2009 - Hagen/Taiji/Japan) Am 1. September eines jeden Jahres wird in den japanischen Küstenregionen wie in Taiji in alter Tradition die Delfinjagd eröffnet und im folgenden März mit einer Fangquote von rund 20.000 getöteten Meeressäugern abgeschlossen. Bis heute wurde jedoch kein einziger Delfin gefangen. Der Grund: Delfinschützer Ric O’Barry ist im Lande und und sorgt für Unsicherheit und Angst  bei den Delfinfischern vor weiterer Öffentlichkeit.

Seit dem Kinostart des Dokumentar-Thrillers DIE BUCHT – THE COVE in den USA am 31. Juli schaut die westliche Welt auf das dunkle Geheimnis der japanischen Delfinjäger. Von den getöteten Tieren werden die stärksten und schönsten für Stückpreise von bis zu 150.000 US-Dollar weltweit an Delfinarien verkauft. Der große Rest landet für rund 600 US-Dollar pro Delfin in den japanischen Kochtöpfen.

„DIE BUCHT - THE COVE“, ein Kinofilm der speziellen Art mit Kinostart am 22. Oktober in Deutschland, sorgt jetzt weltweit für Empörung. Ric O’Barry, Ex-Delfin-Trainer der TV-Serie „Flipper“, präsentiert mit Filmemacher Louie Psihoyos eine Dokumentation des Grauens. Von den japanischen Fischern und der örtlichen Polizei gejagt und immer wieder vertrieben realisierten sie einen oscarverdächtigen Öko-Thriller der mit „Ocean Eleven“ verglichen wird und in den USA bereits mit mehr als zehn Filmpreisen ausgezeichnet wurde. Das Kinopublikum – geschockt, berührt und wütend. Für Kinder erst ab 12 Jahren zugelassen.

Mit Spezialeffekten und einer Profi-Ausrüstung mit Unterwasserkameras, unbemannten Flugdrohnen und einem Kamera-Zeppelin, Infrarotgeräten und versteckten Kameras in Steinattrappen und in Bäumen aus der Produktion des Star-Wars-Teams von George Lucas, gelang eine mitreißende Dokumentation über den brutalen und blutigen japanischen Delfinfang in dem kleinen beschaulichen Städtchen Taiji.

Hinter großen blickdichten Plastikplanen zum Schutz vor unerwünschten Einblicken findet das weltweit größte Gemetzel an gejagten Delfinen statt. Geräuschvoll in die Enge getrieben, gibt es vor den Lanzen und Messern der Delfinmörder kein Entkommen für die Meeressäuger. Delfinmütter mit ihren Babys versuchen verzweifelt zu entkommen, panikartig gebären trächtige Delfine ihren Nachwuchs und Delfinbullen wälzen sich mit durchschnittener Halsschlagader in ihrem eigenen hellroten Blut. Jeder Fluchtversuch wird durch Fischernetze zunichte gemacht. An den Schwanzflossen ausblutend an Ketten aufgehängt werden die abgeschlachteten Delfine mit Kränen auf die Ladeflächen der wartenden LKW’s verfrachtet – auf ihrem Weg in die Kühlhauser.

Währenddessen warten im angrenzenden Walmuseum die Manager der Delfin-Industrie auf den Bestand der sorgfältig ausgesuchten Show-Delfine, die den Rest ihres glücklosen Lebens in Delfinarien verbringen werden.

Delfin-Shows, Delfintherapie und Schwimmen mit den ewig lächelnden und freundlichen Flippern lassen auch in Deutschland die Kassen klingeln. Die Zoos in Duisburg, Münster und Nürnberg mischen bei dem Geschäft kräftig mit. Seit 1999 bietet der Tiergarten Nürnberg unter dem Deckmantel der Wissenschaft die medizinisch nicht anerkannte Delfintherapie an, um ab 2011 im Delfingeschäft voll einzusteigen. 24 Millionen Euro lässt sich der Zoo die neue „Delfin-Lagune“ für eine Kapazität von bis zu 14 Delfinen kosten.

Angeblich gäbe es bisher keine Importe aus dem grausamen japanischen Delfinfang in den drei, von ursprünglich neun, deutschen Delfinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg, so die Zooverantwortlichen. Jedoch wird verschwiegen, dass der Holiday-Park in der Pfalz zwei Delfine aus Japan in seinem Bestand hatte und diese bei Schließung des Delfinariums im Jahr 1994 an den Asterix-Park in Paris abgegeben hat. Kaum jemand würde mehr ein Delfinarium besuchen, wüsste er über die extremen Hintergründe des Delfinfangs, so Ric O‘Barry. Die Zoo-Direktoren weisen jedoch jede Schuld an dem Delfinfang zurück. Dabei erzählen die Zoo-Chefs allerdings nicht, dass von den derzeit 18 Delfinen in deutscher Gefangenschaft insgesamt acht aus dubiosen Wildfängen in Mexiko und Kuba stammen.

Ric O’Barry hat in Deutschland mit dem Wal- und Delfinschützer Jürgen Ortmüller vor zwei Jahren das „Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)“ mit Sitz im westfälischen Hagen gegründet. Gemeinsam fordern sie in Zusammenarbeit mit der deutschen Organisation ProWal des Wal- und Delfinschützers Andreas Morlok und dem Biologen Norbert Kochhan weltweit die Schließung der Delfinarien, um die Nachfrage nach den freiheitsliebenden Meeressäugern zu stoppen – so auch in Deutschland.

WDSF-Geschäftsführer Ortmüller: „Zusammen mit Ric O’Barry und ProWal haben wir in Berlin und in den Städten mit Delfinarien öffentlich für ein ausnahmsloses Importverbot für Wale und Delfine nach Deutschland und für die Schließung der Delfinarien protestiert, mit Politikern gesprochen, öffentliche Fachgespräche über die unsinnige Delfintherapie geführt und die Haltungsbedingungen in den deutschen Delfingefängnissen bei den Aufsichtsbehörden bemängelt – alles ohne wirklichen Erfolg für die sensiblen Meeressäuger. Die Bucht – The Cove wird auch die deutschen Kinobesucher wachrütteln. Keiner der diesen Öko-Thriller gesehen hat, wird jemals wieder einen Fuß in ein Delfinarium setzen. Das ist unsere gemeinsame Hoffnung mit den Filmemachern, damit der Mythos Flipper auch in Deutschland ein Ende hat und die geschundenen Freunde der Menschen Freunde in Freiheit bleiben.“

Ric O’Barry hält sich derzeit noch in Taiji auf – angereist mit der Vermutung, dort wegen seiner schonungslosen Filmveröffentlichung verhaftet zu werden, zumal einige aufgebrachte Japaner ihm dies angedroht hatten. Die Begleitung durch mehrere Journalisten (u.a. der SPIEGEL) und einiger Filmteams hinterließ offenbar Eindruck bei der anrückenden Polizei. O’Barry vernahm erstaunt, dass die japanische Polizei auch nicht hinter der Delfinjagd stehe, jedoch aufgrund von Regierungsgenehmigungen für die Fischer nicht einschreiten könne. Möglicherweise bringt der Regierungswechsel in Japan eine Änderung beim japanischen Wal- und Delfinfang. Ein erster Hoffnungsschimmer für die Delfine, der hoffentlich bald Realität wird.— (Umfangreicher Bericht auf www.wdsf.de)

Presseanfragen an:

WDSF-Geschäftsstelle

02334/919022 oder

01512 4030 952

Verantwortlicher Pressekontakt:
Jürgen Ortmüller
Geschäftsführer WDSF
01512 4030 952
+49(0)2334/919022
wds-forum@t-online.de
www.wdsf.de
PRESSEKONTAKT:
Firma: WDSF Wal- und Delfinschutz-Forum
Agentur:

Für die Inhalte einer Pressemeldung ist der jeweilige Autor verantwortlich. DailyNet distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten fremder, verlinkter Webseiten und übernimmt für diese keine Haftung.